Severin Groebners Newsletter
Groebners neuer Glossenhauer
Der neue Glossenhauer

Am Ende spricht der Chef…

31. Dezember 2025

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Leer ist es in dem Bürokomplex auf dem in riesigen Lettern: „Groebners Humorproduktionen“ in Leuchtschrift geschrieben steht. Die hunderten von taiwanesischen, bolivianischen und thüringischen Witzarbeiterinnen und Pointenschleifern sind über die Feiertage nach Hause gefahren, wo sie ihr mickriges Gehalt an die dortigen Humorpfarrer und Schmäh-Paten abliefern müssen.
Die Zulieferbetriebe, die sich auf die Produktion von Silben, Worten und Satzzeichen spezialisiert haben und sich rund um die Firmenzentrale niedergelassen haben, sind ebenfalls verwaist, weil alle wissen: Den letzten Newsletter des Jahres schreibt der Chef selbst.

Und so möchte ich einmal im Jahr persönlich werden.

Die Nachrichten sind ohnehin voller Rückblicke.
Die einzig interessante Meldung stammt von einem Bankeinbruch in Gelsenkrichen, bei dem die Schließfächer ausgeraubt wurden.
Da fragt man sich: Schließfächer in Gelsenkirchen? Whats next? Obdachlose in Monaco? Demokraten in der russischen Regierung? Intelligenz in Donalds Kopf? Oder Nachhaltigkeit im Wintersport… es ist eine verrückte Welt.

Deshalb hier ein paar Sachen, die im vergangen Jahr schön waren:

Ein sehr interessantes, wie witziges Buch, das ich in diesem Jahr zur Vorbereitung auf mein aktuelles Programm „Ich bin das Volk!“ (alle Termine hier) gelesen habe, war dieses:
Das Buch der Macht - eine Satire aus dem späten 19. Jahrhundert aus Bulgarien bzw dem osmanischen Reich. Neu heraus gegeben und übersetzt und kommentiert von Ilja Trojanow.



Das beste Konzert, das ich dieses Jahr besucht hab, war von einer wiederauferstandenen Band aus den 80er bzw frühen 90ern. Hab ich mich schon lang nicht mehr so jung gefühlt. Hab mir sogar ein T-Shirt gekauft …

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Einer der schönsten Platten, die ich dieses Jahr hören durfte, war das famosen neue Album von Martin Spengler und den foischen WienerInnen. „Ois vü leichta“
Traurig, lustig, wienerisch, soulig, …alles da.

 Martin Spengler und den foischen WienerInnen.

International hab ich die großartige Künstlerin Noga Erez für mich entdeckt.
Die Frau kann alles: Rappen, Singen, Soul, Oriental, Balladen, James-Bond-like Melodien und alles extrem gut Tanzbar. Einfach gute aktuelle Popmusik aus Israel.
Und die aktuelle israelische Regierung mag sie auch nicht.
Da ihr fantastisches Album „The Vandalist“ aber schon 2024 erschienen ist, verlinke ich nur eine Single aus diesem Jahr, die bei mir rauf und runter läuft: Watch the News.

Die beste Art seine Zeit zu verbringen, war dieses Jahr eindeutig: In der Hängematte.

In der Hängematte

Ansonsten versuche ich - auch 2026 - leicht erstaunt zu bleiben (Symbolfoto)

Ich, leicht erstaunt

und hoffe, dass meine billig Lachkräfte bald wieder kommen, sonst muss ich das ja alles selber machen.

Ich wünsche Euch einen guten Rutsch und ein schönes neues Jahr!
Dort lesen wir uns wieder.
Euer Groebner
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