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Groebners neuer Glossenhauer
Der neue Glossenhauer

11. Oktober 2026

Kennt Ihr schon diesen Witz?

Treffen sich zwei Satiriker. Sagt der eine: „Mir fällt nichts mehr ein.“
Darauf der andere: „Aber geh, wie wärs, mach doch was mit dem amerikanischen Präsidenten, der geht immer.
“
Wieder der erste: „Und was?“

Der Zweite: „Na ja, sagen wir er kauft Diesel beim russischen Präsidenten, damit er die Verbraucherpreise in seinem eigenen Land runter kriegt, die er mit seinem Krieg gegen den Erdölexportierenden Iran erst in die Höhe getrieben hat.“

Der erste beginnt langsam Feuer zu fangen: „Und dass, obwohl er im Wahlkampf das Ende der Kriege und niedrige Lebenshaltungskosten versprochen hat.“

Der zweite: „Und weil er… jetzt pass auf! Das wird geil!… weil er in Venezuela den Staatschef entführt hat lassen und den Krieg gegen den Iran angezettelt hat, erwartet er jetzt… was zu bekommen?“

Der Erste: „Eine Gratismitgliedschaft in der OPEC?“

Der Zweite: „Nein, den Friedensnobelpreis!“

Der Erste: „Jajajajaja.. genau! Den kriegt dafür aber eine …. sagen wir….äh… eine Richterin vom Internationalen Strafgerichtshof. Weswegen die USA daraufhin der Gerichtshof verklagen!“

Der Zweite: "Einen Gerichtshof verklagen?! Sehr super!! Aber damit nicht ist noch nicht Schluss. Der russische Präsident kauft mit dem Geld von den Amerikanern auch noch neue Drohnen für seinen Krieg gegen die Ukraine - und zwar von… na?“

Der Erste: „China?“
Der Zweite: „Nein, besser: Dem Iran! So, dass die USA mit dem Kauf vom Diesel indirekt ihren eigenen Kriegsgegner finanzieren.“

Der Erste: „Hahahahahaha! Genau! Und dann sagt der amerikanische Präsident auch noch: ‚Die Ukraine bräuchte einen neuen Präsidenten!‘“

Der Zweite: „Das kannst nicht machen. Das ist zu hart….hahaha!“

Dann greifen die beiden gut gelaunt zu ihren Smartphones und sehen, dass alles, was sie sich gerade Verrücktes ausgedacht haben, Realität geworden ist. Daraufhin heben sie die Blicke von ihren Telefonen, schauen einander an, stehen wortlos auf und… springen aus dem Fenster.

Landen aber - wie einst die kaiserlichen Beamten von der Prager Burg - nur auf einem Misthaufen. Genauer gesagt: Elektroschrott. Kullern davon gemütlich hinunter, überschlagen sich mehrmals und landen schließlich in einer Hüpfburg. Und zwar kurz vor dem Zeitpunkt als eine Gruppe französischer Schüler, die sich von den anstrengenden Protesten erholen wollen, sich auf die andere Seite der Hüpfburg wirft. Die beiden Satiriker werden dadurch soweit in die Luft geschleudert, dass sie kurz an der Stratosphäre kratzen und sogar einen schönen Blick über das Hurrikan- & Wettergeschehen im Golf von Mexiko… äh… Amerika…äh… Golf von Kuba haben.

Daraufhin verlieren sie wieder an Höhe. Und noch mehr. Und mehr. Und mehr.
Die Erde hat sich unter ihnen weiter gedreht und sie landen - Plumps! Plumps! - direkt auf zwei Drohnen.

Auf denen steht „From Russia with Love“ und sie steuern direkt auf das ohnehin schon brennende Kyiv zu. Man sieht wie Menschen verzweifelt davon rennen. Die Satiriker schauen einander an. Da fragt der erste den zweiten: „Liegt das uns? Oder an den Drohnen?“

Darauf der zweite: „Vielleicht ist es einfach Comedy-Publikum?“

Doch kurz bevor sie einschlagen, werden sie von einem Vogel gepackt und weg vom Kriegsgeschehen gen Westen getragen.

Sagt der erste Satiriker zum Vogel: „Wer bist denn Du?
“
Darauf der Zweite: „Das siehst Du doch, das ist der heilige Geist!“

Der Erste: „Der heilige Geist ist eine weiße Taube, die in Rom wohnt. Dieses Federvieh aber ist…“

„…kohlrabenschwarz!“, sagt darauf der Vogel.

„Aha!“, sagt darauf der zweite, „Wahrscheinlich eine Taube aus einem dieser extrem umweltfreundlichen Kohlekraftwerke!“

„Vielleicht“, meint der erste „ist es aber auch ein schwarzer Schwan, der nach diesem extrem trockenen Sommer auf der verzweifelter Suche nach Nahrung ist!“
„Oder es ist ein Papagei aus einem CO2 Speicher. Deshalb ist er so schwarz.“

„Ich bin ein Rabe!“ sagt darauf der Vogel.

„Wie hätten wir denn darauf kommen sollen?“, sagt der eine der beiden Satiriker.
„Genau! Zu naheliegend.“, darauf der andere.
„Oder sogar zu nahe-fliegend!“, sagt der andere und kichert über diesen sehr guten Wortwitz.
„Obwohl das hier schon eine Fernflugreise ist. Hihihi!“
„Aber keine Gern-Flug-Reise! Höhöhö!“
Die Satiriker haben sichtlich ihre gute Laune wie im Flug wieder gefunden.

„Ruhe!“, sagt der Rabe plötzlich scharf „wir fliegen jetzt nach Deutschland und dort stimmt ihr zwei für den ‚Vogel des Jahres‘ beim NABU ab… und zwar für mich. Sonst gewinnt wieder wer anderer.“

„Wer denn?“

„Der Trauerschnäpper vielleicht.“, versetzt der Rabe mit Melancholie in der Stimme.

„Ist der in der CDU?“, meint einer der beiden Satiriker ironisch.

„Oder die Mehlschwalbe!“, krächzt der Vogel verächtlich.

„Bei den steigenden Getreidepreisen? Könnte sein.“, witzelt der andere.

„Vielleicht sogar die Wasseramsel!“, flucht der Rabe mehr als er spricht.
„Ist das so eine kleine Dürre?“ - „Der war gut! Hühühü!“
„Oder am Ende…“, der Rabe fliegt ein steile Kurve nach unten, „der Kranich, diese Trottellumme!“

„Ist der nicht bei der Lufthansa?“ - „Nein, der arbeitet für einen gewissen Ibikus!“ - „So oder so: Eine schillernde Existenz!“ - „Wow, das ist aber die ganz spitze… Feder!“ - „Hehehehehe!“ - „Harharhar!“

Zwischen den Satirikern fliegen die Pointen nur so hin und her.

„Ruhe!“, faucht der Rabe scharf, „ich gewinne den Vogel des Jahres! Ich bin nominiert und ich hab es verdient. Nach Jahrhunderten des schlechten Leumunds fordere ich jetzt mal Gerechtigkeit!“

„Vielleicht sogar“, flüstert der eine Satiriker dem anderen ins Ohr, „GerechtICHkeit.“

Der Rabe hat das aber nicht gehört und fährt fort: „Schluß mit mit ‚Rabenvater‘ und ‚Rabenmutter‘! Ich kümmere mich sehr liebevoll um meinen Nachwuchs! Ich will nichts mehr hören vom ‚Aasfresser‘, wer lässt denn die ganzen Kadaver herumliegen? Obendrein bin ich intelligent und kann sprechen…“

„Naja. Die Kombination ist nicht immer von Vorteil in dieser Welt.“, sagt der eine Satiriker.
„Und noch dazu in Zeiten von anwachsendem Rassismus… dieses schwarze Federkleid… sagen wir mal: ungünstig“, darauf der andere.

„Für Deine Chancen seh’ ich - ehrlich gesagt - schwarz… kohlrabenschwarz.“
„Ja, Du bist einfach ein Unglücksrabe!“

Die beiden lachen voll Begeisterung über Ihre Pointen.

Der Rabe jedoch seufzt nur: „Ihr seid einfach zwei Idioten.“, öffnet seine Krallen und lässt die beiden Spieß… äh… Spaßgesellen fallen.

Und so stürzen die beiden zu Boden und landen - Platsch! Platsch! - in der Donau. Bei Wien.
Dort schwimmen sie ans Ufer und gerade als sie dieses erreichen, sagt der eine Satiriker zum anderen: „Weißt Du, was mir gerade eingefallen ist? Der US-Präsident könnte doch noch einen Ozean nach sich benennen wollen.“
„Ja! Hahaha!“, sagt der andere „Das ist wirklich gut! Das ist völlig gaga.“

„Ich muss Euch enttäuschen…“, sage ich zu den beiden Kollegen, während ich sie aus dem Wasser ziehe und unergründlich mit grünem Veltliner und Sachertorte trocken reibe, „das hat er tatsächlich gerade vorgeschlagen.“

Dann herrscht Stille.

Danach der erste: „Ich sag ja: Mir fällt nichts mehr ein.“

Dann der zweite: „Ich stimme… für den Raben.“
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