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Groebners neuer Glossenhauer
Der neue Glossenhauer

Wo die Liebe hinfliegt

3. Oktober 2026

In Zeiten wie diesen sucht man Lustiges bisweilen vergeblich.
Kurz kann man sich natürlich darüber erheitern, dass ausgerechnet Donald Trump zu einem „Super Intelligence Luncheon“ geladen hat - also zu einem - „Super Intelligenz Mittagessen“.

Da merkt man schon, dass Anspruch und Wirklich schon bei der Vorspeise auseinander klaffen, wenn da der Donald mit am Tisch sitzt.

Leider ist das nur kurz lustig, weil das Ergebnis dieses Mittagessens ist ein bißchen schlimmer als eine Magenverstimmung oder eine Gabel im Oberschenkel.
Es lautet nämlich: „Hey Jungs! Ihr passt eh auf, dass die KI uns nicht alle umbringt. Oder?“ - „Sicher, Donald! Machen wir. Oder haben wir jemals etwas getan, was der Menschheit schaden würde?“

So antworten die Herrn Zuckerberg, Musk und Konsorten und hätten dann doch noch gern einen Nachschlag vom zweiten Gang.

Genauso halblustig sind auch die Nachrichten aus Russland, wo jetzt für den Krieg (den man. nicht so nennen darf) überraschenderweise weitere zehntausende Soldaten eingezogen werden, was quasi eine Mobilmachung ist (die man aber nicht so nennen darf). Und das nur wenige Tage nach den Parlamentswahlen, die man aber auch nicht so nennen darf - einfach, weil es da keine echte Auswahl gab.

Auf der Suche nach Humor schaut man also nach Deutschland. Und was findet man da?
Eine Bundesregierung, die einen Milliardenschweren Tankrabatt beschließt (damit weiter viele Menschen viel CO2 in die Luft blasen können) und gleichzeitig das Deutschland-Ticket für die öffentlichen Verkehrsmittel verteuert. Da soll noch einer sagen, die Deutschen hätten keinen Humor! Das ist so lustig, so verrückt, so total irre, aber leider auch wahr.
Dass der Tag der Deutschen Einheit dann. Noch in Bremen gefeiert wird, dem Bundesland also von dem man nicht weiß, ob es zuerst von seinem Schuldenberg erdrückt oder von den steigenden Meereswassern verschluckt werden wird, rundet das Bild ab.

Bleibt das Land, das an der Humorfront immer seinen letzten Mann steht. Oder Frau. Oder Sozialdemokrat. Österreich! Denn die Sozialdemokratie in Österreich hat gerade - anscheinend ist es in letzter Zeit zu gut gelaufen - endlich wieder eine Führungsdebatte! Das brauchen die.  Wenn die nicht alle zwei Jahre ein Obmann-Diskussion haben, fühlen die sich schlecht.

Obwohl die Diskussion diesmal eher von aussen in die Partei hineingetragen wurde.
Auch wenn die Partei gerne dafür alle Türen aufgemacht hat.

Und das hat alles ganz bestimmt nichts mit den österreichischen Boulevardmedien zu tun, denen der zuständige sozialdemokratische Minister und Partei-Vorsitzender Geld weg nehmen will.


Weil er der Überzeugung ist (Überzeugung! Schon das ist ja marxistischer Mist!), dass man mit Steuergeld vielleicht keine Millionären finanzieren sollte. Nur, weil die bedrucktes Papier vertreiben. Papier, das sich allerdings sehr gut dazu eignet das Katzenklo auszulegen.

Deshalb kommen diese Medien auf die glänzende Idee einen Millionenschweren sogenannten „Medienmanager“ aus den Neunziger Jahren auszubuddeln, ihm ein Mikro unter die Nase zu halten, seine Eitelkeit zu entfachen und ihn sagen zu lassen: „Ich bin der Richtige!“

Und das ist er auch. Sicher.
Aber wofür?
Für den Pensionistenverband Wien-Umgebung? Für den Vorsitz des Kleingartenvereins Kürbisblume? Als Patientensprecher der Geriatrie-Abteilung?
Das Manöver ist so durchsichtig, dass man als Partei eigentlich nur sagen sollte:
„Wisst’s wos? Frotzelt’s wen andern.“
(Zu deutsch: „Ein interessanter Vorschlag, aber für unsere aktuellen Bedürfnisse leider ungeeignet.“)

Und genau das passiert… nicht.
Sondern alle reden darüber. Und das alles nur, damit die Millionäre weiter ihr Geld vom Medienminister kriegen sollen, weshalb sie einen Millionär an die Spitze einer „Arbeiterpartei“ haben wollen.


Man möchte sich schon mit Grausen umdrehen, aber da… da ist doch noch was lustiges.
Also zumindest seltsames.
Einem ehemaligen Schispringer wurde sein Helikopter geklaut.

Da fragt man sich zuerst natürlich: Warum braucht der einen Heli? Der kann doch nur mit Ski an den Füssen fliegen? Aber dann schaut man genauer hin:
Denn zuerst hat man den Ski-Springer gar nicht erkannt. Der Mann hat tatsächlich mittlerweile etwas Fleisch auf den Rippen. Wahrscheinlich fliegt er deshalb auch nicht mehr so gut.

Und dann gibt der Flugstar ohne Fluggerät ein Interview, in dem er sagt, was an dem Verlust ihm am meisten weh tut. Nämlich: Dass der Hubschrauber nicht mehr da ist, mit dem man - also er - sehr eng verbunden ist.

Moment, sagt man sich, er ist doch eben nicht mit ihm verbunden. Denn wäre er noch eng verbunden, hinge er ja noch an dem Gerät dran. Unten vielleicht. Mit Ski möglicherweise.
Dann könnte er allerdings keine Interviews geben. Denn dann wäre er folglich ja mit dem Hubschrauber gemeinsam verschwunden.

Aber wahrscheinlich meint der endlich gut gefütterte Adler etwas anderes: Eine emotionale Verbindung.

Wenn dem so ist, ist dies der erste mir bekannte Fall von Helikopter-Liebe.
Dass die Leute ihre Autos lieber haben als ihre Kinder, daran hat man sich ja schon gewöhnt. Anders ist es ja nicht zu erklären, dass sie weiter Verbrenner fahren und die Zukunft aufheizen.

Und dass sich andere wiederum in eine KI verlieben - vielleicht bei einem Mittagessen in den USA - ist auch denkbar. Auch die abgöttische Liebe zu einem Präsidenten, der das Land ruiniert und Söhne, Väter und Brüder in einem völlig sinnlosen Krieg dahin schlachtet, ist bekannt.

Und dass es sogar Sozialdemokraten gibt, die die Sozialdemokratie so verachten, dass sie sich in einen Millionär verlieben, ist vielleicht möglich.
Aber das ein Mensch seinen Hubschrauber liebt?
Das ist neu.

„This must be underwater love“ hieß mal ein Hit in den Neunzigern (als der neue Hoffnungsträger der österreichischen Sozialdemokratie noch beruflich tätig war und sich wahrscheinlich Emails ausgedruckt hat… nein… ausdrucken hat lassen).
Zeit wär’s für eine Coverversion:
"This musst be helicopter love“

Nur so als Gag.
Damit man dazwischen was zu lachen hat. Im überfüllten Regionalzug.
Über den die Helikopter der Millionäre kreisen.
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