Severin Groebners Newsletter

Komm zur Ruhe auf dem Mars




Vor ein paar Tagen gelesen:
Der Roboter Perserverance (Ausdauer/Beharrlichkeit) hat aus der Mars-Atmosphäre tatsächlich Sauerstoff gewinnen können! Und zwar derartige Mengen, daß diese ausreichen, um zehn (!) Minuten atmen zu können. Gut, Roboter atmen nicht. Aber Menschen könnten zehn Minuten atmen. Auf dem Mars. Also nicht Menschen. Sondern nur ein Mensch. Für zwei würde es wieder nur fünf Minuten reichen.
Und dann dürften die beiden wieder nach Hause fliegen (Dauer: etwa dreihundert Tage), während dieser zehn oder fünf durchgeatmeten Minuten könnte man der Helikopterdrohne Ingenuity (Einfallsreichtum) dabei zusehen, wie sie über die Marsoberfläche fliegt. Das kann die nämlich bis zu 80 Sekunden lang. Und legt dabei eine Strecke von 50 Metern zurück.
Wow! 50 Meter! Das ist..… nicht besonders lang und nicht besonders weit, aber wenn man nur zehn Minuten Luft zum Atmen hat, kann man ja sowieso nicht viel tun.
Außer sich ein bißchen die Landschaft ansehen.
Die Bilder vom Mars sehen ja auch aus, wie die Grafik eines sehr schechten Computerspiels mit nur einem Level und bei dem man wirklich nichts machen kann außer - He! Ich lasse die Drohne fliegen ! Yeah - und dann wieder nichts. Dann zieht man sich ein bißchen Sauerstoff aus der Atmosphäre und dann ist wieder nichts…
Der Mars: ein Planet zur Entschleunigung.

Jetzt ist auch klar, warum der neue Chef der ESA ein Österreicher ist.